logo

Anmeldung:


Haben Sie Ihre persönlichen Daten vergessen?

Geschichte der Feuerwehr Langwied-Lochhausen

Die Angst vor dem Feuer ist in der Menschheitsgeschichte allgegenwärtig. Von je her wurde versucht den zerstörerischen Gewalten Einhalt zu gebieten. Schon im Mittelalter gab es Bestimmungen zur Brandbekämpfung. Auch eine erste Form von Hydrantenleitungen wurde in großen Städten angelegt. Bereits im Jahre 1346 verfügte der Magistrat in München, daß vor allem die Zünfte den Feuerschutz zu tragen haben. Aber bis zur Gründung von Feuerwehren im heutigen Sinne war es noch ein langer Weg. Erst 1866 wurde die Freiwillige Feuerwehr München gegründet und hatte kurz darauf bereits 144 Mitglieder.

 Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Langwied-Lochhausen erfolgte 1878, während der Amtszeit des Lochhauser Bürgermeisters Simon Heitmeier. Der erste Kommandant der Langwied-Lochhauser Feuerwehr war Martin Naßl, der auf der konstituierenden Sitzung am 5.3.1878 gewählt wurde.

Allerdings war die erste Ausrüstung noch mehr als bescheiden: eine Anstell- Leiter, zwei Stützstangen, eine Saug- und Druckspritze sowie eine kleine Spritze.

Am 19. Juli 1896 lud der Verwaltungsrat der Freiwilligen Feuerwehr Langwied-Lochhausen die befreundeten Organisationen zur Weihe der neu erworbenen Standarte ein.

 

1899 hatte die Freiwillige Feuerwehr Langwied-Lochhausen ihren Ausbildungsstand bei einem Großbrand bei August Böswirth und 1902 bei einem Brand des Anwesens Heitmeier besonders unter Beweis zustellen.

König Ludwig 1. von Bayern stiftete in Anerkennung der vielfach bewährten Dienste der Bayerischen Feuerwehren 1903 für 25- jährige treue Dienstleistung ein besonderes Ehrenzeichen

Diese Auszeichnung wurde anläßlich des 25- jährigen Gründungsfestes der Langwied-Lochhauser Feuerwehr, das am 26.6.1904 stattfand, an 6 Kameraden überreicht.

Der 1. Weltkrieg und die Zeit danach:

Der 1. Weltkrieg griff tief in das Leben der Münchner Vororte Langwied und Lochhausen ein. 46 Mitglieder der Langwied-Lochhauser Feuerwehrmannschaft wurden zum Heer eingezogen. Vier davon fielen, fünf gerieten in Gefangenschaft, einer wurde zweimal und acht Kameraden je einmal verwundet. Vor dem 1. Weltkrieg hatte die Löschgruppe 48 Mitglieder, nachher nur noch 32.

Einen bedeutenden Vorteil brachte die Einführung der Wasserleitung 1924 von Aubing nach Lochhausen. In der Genehmigung wurde festgelegt, daß dieser Wasserleitungsstrang nach Fertigstellung kostenlos in das Eigentum der Gemeinde übergeht. Auf dem Lagerplatz des Sägewerks wurden drei Oberflurhydranten installiert, die vom Besitzer des Geländes ständig in ordnungsgemäßen Zustand gehalten werden mußten.

Ebenfalls wurden auf Antrag des damaligen Bürgermeisters Heitmeier die Kolonie 1 und im folgenden Jahr Alt- Lochhausen mit dem Wasserleitungsnetz verbunden

Bis 1925 verzeichnete die Chronik den Einsatz der Langwied-Lochhauser Feuerwehr zu 18 Großbränden. Neben den bereits genannten Bränden hatte die Freiwillige Feuerwehr Langwied- Lochhausen in den Jahren 1903, 1905-1908, 1910, 1917-1922 je einmal, 1913-1915 je zwei und 1912 vier Großeinsätze. Auch die Einsätze zu den Großbränden im Jahre 1926 (bei J. Eichmeier), 1929 (Martin Naßl) und 1931 (M. Hintermeier) forderten den Kameraden einiges ab.

1927 konnten die beiden Handpumpen durch eine Motorkraftspritze abgelöst werden. Eine entscheidende Verbesserung.

Den größten Einsatz im Jahre 1934 erforderte ein Großbrand bei Jacob Wörl.

 

Der 2. Weltkrieg:

Während des 2. Weltkrieges rückte die Freiwillige Feuerwehr Langwied-Lochhausen unzählige Male aus und rettete durch ihre mutigen Einsätze viele Menschenleben und große Vermögenswerte.

Nach der Eingemeindung Langwied-Lochhausens als 40. Stadtbezirk der Landeshauptstadt München am 1. April 1942 wurde die Feuerwehr des Ortes als Löschgruppe 30 in die Freiwillige Feuerwehr München eingegliedert.

Die Zeit nach 1945:

Nach dem Zusammenbruch des 'Dritten Reichs' begann bereits am 15. September 1945 in Langwied-Lochhausen der Wiederaufbau der Löschgruppe. Die Militärregierung hatte verfügt, daß die Mitgliederzahl der Löschgruppe auf 20 beschränkt bleiben muß. Infolge der großen Verluste im 2. Weltkrieg, Gefangenschaft usw. blieb in Langwied-Lochhausen die Mitgliederzahl wie in anderen Gruppen allerdings noch einige Zeit weit unter diesem Limit.

1945 stellte einen Neubeginn im wörtlichen Sinn dieses Wortes dar. Das Inventar war geplündert, viele Kameraden mußten im Krieg ihr Leben lassen, viele von den Jüngeren waren noch in Gefangenschaft und vielen älteren Kameraden war einfach infolge der Zerwürfnisse des Krieges die Lust am Dienst vergangen.

Nur dem aufopferndem Einsatz des damaligen Kommandanten Josef Friedl, seines Stellvertreters Quirin Briechle und mit Unterstützung des Münchner Kommandanten Witzelsberger konnte innerhalb kurzer Zeit eine einsatzbereite Löschgruppe geschaffen werden.

Im Jahre 1952 wurde das Lochhauser Gerätehaus in Eigenregie vergrößert, damit das von der Berufsfeuerwehr zugesagte LF 25 untergebracht werden konnte.

Am 31.5.1953 hielt die Löschgruppe ihr 75- jähriges Stiftungsfest ab.

In Gemeinschaftsarbeit wurde am 21.9.1963 das alte baufällige Gerätehaus in Langwied abgebrochen, um für den seit langem fälligen Neubau Platz zu schaffen.

Am 14.11.1964 konnte die Löschgruppe endlich das neue Gerätehaus in Langwied einweihen. Branddirektor Seegerer übergab bei dieser Gelegenheit ein Tanklöschfahrzeug, das im neuen Feuerhaus nun seinen Platz bekam.

Die Tatsache, daß 1967 die Männer der Freiwilliger Feuerwehr Langwied-Lochhausen als erste von 19 Münchner Löschgruppen das Feuerwehrleistungsabzeichen erwarben, muß

als besondere Leistung des hervorragenden Löschgruppenführers Quirin Briechle gewertet werden.

Auch brachte unsere Abteilung mit dem Kamerad Karl Stich, den stellvertretenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr München hervor. Er wurde bei der Generalversammlung 1968 gewählt.

Neben den Übungen und Einsätzen standen die Jahre 1967 und 1968 im Zeichen der umfangreichen Vorbereitungen für das bevorstehende 90- jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe. Die Standarte war bereits in einem sehr schlechten Zustand, so daß die Löschgruppe beschloß, eine neue Fahne anzuschaffen.

Während der Olympiade 1972 mußten im gesamten Stadtbereich alle Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr München im 24- stündigen Turnus ihre Gerätehäuser besetzt halten. Die Löschgruppe Langwied-Lochhausen hatte dabei an 6 Tagen und Nächten ihre Aufgabe zum Schutz der Bürger zu erfüllen.

Ein lange gehegter Wunsch der Löschgruppe und der Bevölkerung kam 1975 zur Erfüllung. Durch die Ausstattung mit 20 Funkweckern wird seitdem die Alarmierung über Funk gesteuert.

Zur großen Freude konnten wir in Erfahrung bringen, daß der Abteilung Langwied-Lochhausen ein neues Gerätehaus genehmigt wurde. Der Baubeginn wurde auf das Frühjahr 1978 festgelegt.

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Langwied-Lochhausen:

Unter Einsatz aller Aktiven konnte am 16.06.87 das Fest mit dem Tag der Vereine eröffnet werden Am Samstag boten die Abteilungen Aubing und Obermenzing eine große Schauübung unter dem Motto: „Feuerwehr einst und jetzt.“

Am Abend fand im ausverkauften Festzelt ein großer Bunter Abend statt.

Am Sonntag, den 17.06.87 war dann der eigentliche Festtag der Abteilung. Ein imposanter Festzug aus 56 Vereinen setzte sich um 10 Uhr in Richtung Langwied in Bewegung.

Der mittlerweile fertiggestellte Rohbau des neuen Gerätehauses war festlich geschmückt. Hier fand der Festgottesdienst statt.

Nach den Festansprachen, Ehrungen und der Überreichung der Erinnerungsgaben, konnten die Aktiven allmählich aufatmen, denn das Fest war nun ohne nennenswerte Pannen gelaufen.

1979 übergab Oberbranddirektor Karl Seegerer das neue Gerätehaus an die Abteilung. Mit der spontanen „Taufe“ von Kamerad Müller war die „Wache am Bach“ geboren.

Am 25.1.1980 erhielt die Abteilung ein neues TLF 16 (2400 Liter Wasser) Es war das 100. Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr München.

Das Jahr 1981 brachte der Abteilung zwar nur 15 Alarme, es wurden aber 19 Übungen und 85 Sonderdienste und Veranstaltungen absolviert.

Auf Grund des neuen Feuerwehrgesetzes ist es erforderlich, eine Umorganisation innerhalb der Abteilung vorzunehmen. Anfang 1984 machte man sich die ersten Gedanken über die Gründung eines Fördervereins. Doch bald mußte man einsehen, daß ein solches Vorhaben nicht von Heute auf Morgen erledigt werden kann.

Galt es doch eine Satzung und die Grundlagen eines Vereins zu erarbeiten mit denen nicht nur wir, sondern auch noch spätere Generationen arbeiten können.

Das Jahr 1984 brachte als herausragenden Alarm die 'große Unwetterkatastrophe'. Die Abteilung war 4 Tage im Münchner Osten im Einsatz.

Auf der Jahreshauptversammlung am 5.1.85 wurde Löschmeister H. Rauch einstimmig als neuer Abteilungsführer gewählt. Der schon längst fällige Anbau an der Wache am Bach wurde in Eigenleistung von den Kameraden erstellt.

Ebenso wurde das von der Branddirektion schon abgerissen geglaubte Feuerwehrhaus in Lochhausen, von Handwerkern der Berufsfeuerwehr gründlich renoviert.

1986 stand ganz im Zeichen der Vereinsgründung. In unzähligen Sitzungen wurde an der neuen Satzung gefeilt und am 13.9.86 wurde der Verein Floriansfreunde der Freiwilligen Feuerwehr Langwied-Lochhausen von 1878 e.V ins Leben gerufen.

Am 9.9.86 zog nun auch bei uns das moderne Zeitalter ein. Durch günstigen Einkauf konnte eine komplette EDV- Anlage erworben werden.

Mit 12 Alarmen, 1 Wachbesetzung, 21 Übungen und Unterrichten und der Vereinsgründung war das Jahr 1986 voll mit Arbeit ausgefüllt.

Das Jahr 1987 brachte der Abteilung 2 Großbrände. Am 7.4.87 wurden wir zum Großfeuer im Hofbräukeller gerufen. Am 15.7.87 brannte in der Orleansstr. Ecke Rosenheimers eine große Holzhandlung.

Im März 1988 wurde unser Rüstwagen mit einem Rettungsspreizer ausgerüstet.

110 Jahre Freiwillige Feuerwehr Langwied-Lochhausen:

Dann vom 15.7. bis 17.7. ein großes Ereignis. Die Abteilung feiert ihren 110. Geburtstag. Die Abteilungen Aubing und Obermenzing sorgten für eine eindruksvolle Schauübung. Der Festabend wurde durch Pepi Hirt und seinen Ennstaler Spitzbuam zu einem unvergessenen Abend. Der Festzug am nächsten Tag war auch nicht ohne.

Mit dem neuen LF 16/TS erhielten wir im Februar 1989 das erste Fahrzeug mit Schaum. Dafür wurde beschlossen , daß ab 1.7. nur noch vom Gerätehaus Langwied ausgerückt wird. Unser „kleines“ Lochhauser Feuerwehrhaus dient seit dem nur noch als Lagerraum.

1990 brachte uns wieder eine Verbesserung. Durch die Instalation eines Kompressors waren die Luftkessel der Autos nun immer voll und die Bremsen sofort offen.

Im Februar und März dann die Tiefs Vivien und Wiebke. Die beiden „Damen“ sorgten innerhalb einer Woche für 30 Alarme, die in insgesamt vier Tagen abgearbeitet wurden

112 Jahre müssen von einer Feuerwehr gefeiert werden, was wir am 15.9. auch taten. Hohen Besuch bekamen wir mit unserem obersten Chef, Oberbranddirektor Günter Hölzl. Aus gutem Grund: Die Ehrenmitglieder Mathias Rauch und Karl Müller überreichten eine Leihgabe für das Feuerwehrmuseum. In difisieler kleinarbeit hatten die beiden eine Tragkraftspritze Baujahr 1942 restauriert.

1992 bekam unsere Abteilung mit der Gründung einer Jugendfeuerwehr neue Aufgaben.

Das Jahr darauf wurde von uns eine Rettungsschehre angeschafft. Ferner bekamen wir ein neues Fahrzeug. Unser heute noch geschätztes LF 8/6

Am 25.3.1994 wird Manuela Weidler die erste Frau im Bereich West 1 in unserer Abteilung aufgenommen.

Im November 1994 brannte die Herz- Jesu Kirch bis auf die Grundmauern nieder. Es konnte nur noch ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindert werden.

Wieder erhält die Abteilung ein neues Fahrzeug. Das im Mai 1995 eingetroffene LF 16/12 ist mit einem Wasserwerfer und einem Sprungretter ausgerüstet.

Der herrausragendste Einsatz in diesem Jahr war der Großbrand im Industriegebiet Ingolstätter Straße. Eine Schreinerei mit großem Holzlager und die angrenzende Gokartbahn waren in Vollbrand.

Wegen der vielen Weiher und Seen in unserem Gebiet beschafften wir uns im Juni 1997 ein Schnelleinsatzboot

Dann im Januar 1998 wieder ein neues Fahrzeug. Das größte der FF-München , ein Abrollkipper mit Ladeboden SKW mit mehr als 2500 m Schlauchmaterial.

Erwähnenswert ist der Großbrand am 25.11.in der Scharienenbachstraße. Wegen Glatteis waren wir weit vor der Berufsfeuerwehr vor Ort. Eine Lagerhalle war in Vollbrand.

Ein LF 16/TS wird uns am 9.3.1999 übergeben. Es ist mit Hitzeschutzanzügen und einer Schiebeleiter ausgerüstet. Für uns heißt das wieder umlernen.

Am 22.5.1999 droht die sonst so brave Isar über die Ufer zu treten. Unsere Abteilung füllt 2500 Sandsäcke per Hand. Am 27.11.1999 Brennt der Nockerberg und vom 26.-27.12.1999 hält uns Sturm Lotar mit 42 Einsätzen auf Trap. Hier kam erstmals der neu erworbene Höhenrettungssatz zum Einsatz.

Sylvester 2000 hieß für uns, Bereitschaft in der Feuerwache. Doch von den profizeitem „Supergau“ war nichts zu spüren. Im Mai legte unsere Abteilung in München die erste Leistungsprüfung nach den neuen Bestimmungen ab. Und im November wurden die meisten von uns am AED (Frühdefibrilator) ausgebildet. Zum Jahreswechsel trifft der Verkehrssicherungsanhänger ein.

Im Mai 2001 dann vorläufig das letzte neue Fahrzeug. Das TLF 16/25 verfügt über eine automatische Schaumzumischung, über Schlauchtragekörbe und eine E- Sauger. Mit das modernste, das momentan auf dem Markt ist. Dieses Jahr brachte uns leider viele Unfälle. Aber auch etwas sehr schönes. Unser Abteilungsführer Helmut Rauch gab seiner Brigitte am 20.10.das Jawort. Die erste Feuerwehrehe in München.

2002 hat uns vor allem viel Wasser gebracht. Das Pfingsthochwasser, einige „kleinere“ Unwetter und dann die Elbeflut. Auch von uns waren einige vor Ort um den Fluten Einhalt zu gebieten.

Ja,- und 2003 feierten wir unser 125- jähriges Gründungsfest. Von einer Anstell- Leiter, zwei Stützstangen, eine Saug- und Druckspritze sowie einer kleinen Spritze vor 125 Jahren, bis zu einem LF 8/6, ausgestattet mit dem Schnelleinsatzboot, dem Frühdefibrilator und Höhenrettungssatz, einem Rüstwagen, ausgestattet mit Schere, Spreizer und Hebekissen, einem TLF 16/25, alle Plätze mit Pressluftatmern ausgerüstet und dem Verkehrssicherungsanhänger hat sich viel geändert. Immer mehr Gerät und Aufgabenbereiche verlangen immer mehr und umfangreichere Ausbildung. Wenn die Freiwillige Feuerwehr in ihren Anfängen eine reine Feuerwehr darstellte, so könnte man sie heute als „Schadenfallswehr“ bezeichnen. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Aufgaben dazu. Beginnend mit Unwetterschäden, Unfällen verschiedenster Art, leider auch Gefahrgut, Gas- und Stromunfälle, Schienenfahrzeuge, Erweiterung der Ersthelfermaßnahmen und zur Zeit laufen Überlegungen, zwei ABC- Züge (Atomar, Bakteriell; Chemisch) bei der Freiwilligen Feuerwehr zu stationieren. Der Unterricht Strahlenschutz gehört mittlerweile schon zur Grundausbildung.

Die Ausbildung beginnt schon in der Jugendgruppe. Mit 14 Jahren werden die ersten Handgriffe eher spielerisch in zweiwöchigem Turnus gelernt und geübt Mit 16 Jahren dann die Grundausbildung. In ca. 60 Stunden werden den jungen Leuten die Grundkenntnisse vermittelt. Mit dem Aufbaulehrgang geht es dann mit um die 25 Stunden schon ins „Eingemachte“ und mit 18 Jahren endlich der letzte Schritt zum „Feuerwehrler“. Der Atemschutzlehrgang. Hier lernt der zukünftige Feuerwehrmann- oder Frau wie man unter Atemschutz Brände löscht oder Personen rettet.

Hier ist man noch einmal mit 60 Stunden dabei. Viel Zeit muß man anfangs investieren, aber um sich selbst schützen, und anderen helfen zu können führt daran kein Weg vorbei. Wenn man bedenkt, daß in früheren Zeiten mehr wie 5 Alarme im Jahr schon etwas besonderes, und vor ca. 10 Jahren über 30 Einsätze eher selten waren so sind heute durchschnittlich 75 Alarmierungen an der Tagesordnung. Einerseits gut, da man ja das gelernte auch anwenden möchte, und sich die Übungen auch „auszahlen“ sollen, wir wollen ja schließlich helfen. Andererseits aber bedeutet das auch, daß oft jemand zu Schaden kommt. Sei es Materiell oder schlimmer, an Körper und Seele. Doch immer wenn man es wieder einmal geschafft hat einen Schaden zu begrenzen oder gar zu verhindern, dann weiß man warum man bei der Feuerwehr ist.

In diesem Sinne,

Gott zur Eh`r, dem nächsten zur Wehr.

Manuela Weidler