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Umbau des Mercedes Sprinters zum Feuerwehr Mannschaftstransportwagen 
 
Die Abteilung Langwied-Lochhausen bedankt sich bei allen, die es uns ermöglicht haben den neuen MTW zu beschaffen.

Der Grundstein ist gelegt. Nun geht es darum, welches Auto für unsere Zwecke geeignet ist. Unter Berücksichtigung sämtlicher Faktoren wie zum Beispiel Verbrauch, Reparaturkosten, Ersatzteilbeschaffung etc. stellte sich der Mercedes Sprinter als die beste Wahl heraus.
Nach vielen Stunden und noch mehr Kilometern stand fest, dass nur ein Selbstumbau in Frage kommt. Alle besichtigten Feuerwehrautos waren entweder zu teuer oder vom Zustand her indiskutabel. Also verstärkte man die Suche nach einem geeigneten Umbauobjekt. Nachdem offensichtlich der heilige Florian unterstützend eingegriffen hat fand man durch Beziehungen das geeignete Auto. Nach kurzer Rücksprache mit unserem Kassier war die Sache gebongt und der Kaufvertrag unterschrieben. Nun musste der Wagen nur noch nach Langwied kommen.

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Auch da half uns ein Quäntchen Glück weiter. Uns wurden leihweise rote Kennzeichen zur Verfügung gestellt.
Also, rein in den Sprinter und ab nach Langwied. Da stand er nun in unschuldigem Weiß. Jede Menge Arbeit, aber man wollte es ja nicht anders. Zu aller erst wurde der Wagen komplett abgarniert. Also Sitze, Verkleidungen und Anbauteile weg. Der Himmel musste natürlich auch raus um die Feuerwehrrelevanten Einbauten durchführen zu können.

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Die Bohrungen für die Dachblinker, Blaulichtbalken und die Funkantenne wurden gesetzt.
Ohne gründliche Vorbereitung und exaktes Vermessen geht natürlich kein Fachmann ans Werk.
Nun folgte der unvermeidliche Kabelsalat der beim Einbau der zusätzlichen elek- trischen Bauteile zwangsläufig entsteht. Das Armaturenbrett wurde zum Einbau der Schalter für Blaulicht und Horn umgebaut. Auch für den Fahrzeugfunk musste ein Plätzchen gefunden und der Einbau vorbereitet werden.
Es sah stellenweise so aus, als ob nichts je wieder funktionieren könnte. Aber es sah eben nur so aus. Parallel dazu wurden alle Anbauteile wie Stoßstange Scheinwerfer, Türgummis etc. abgebaut. Auch sämtliche Fenster mussten raus. Jedes noch so winzige Roststellchen wurde entfernt und kleine Beulen und Steinschläge fachmännisch ausgebessert.

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Nun müssen alle zu lackierenden Teile aufgeschliffen werden.
Da das Fahrzeug ja einen ordentlichen Eindruck machen soll wird beschlossen, dass alle sichtbaren Karosserieteile mitlackiert werden. Das heißt natürlich, dass alle Türinnenseiten, Holme, Motorinnenraum usw. abgarniert und geschliffen werden. Danach dann die komplette Außenhaut. Zuerst wird vorgeschliffen um dann nass fein zu schleifen.

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Hier stellte sich heraus, dass so ein Fahrzeug aus mehreren Quadratkilometern Blech bestehen muss. Während kräftig am Fahrzeug gewerkelt wird läuft parallel dazu die Planung und Beschaffung der zusätzlichen Einbauten. Ein Regalsystem, dass es ermöglicht die einsatzrelevanten Geräte sicher mitführen zu können. Mittlerweile ist auch die Elektroinstallation so weit fortgeschritten, dass sowohl Blaulicht als auch Martinshorn probe laufen können. Der erste Schritt zum Feuerwehrauto. Die sichtbaren Karosserieteile, die schwer zugänglich sind wie Türinnenseite oder Fensterholme sind in der Zwischenzeit schon rot lackiert worden. Die Teile, die nicht abzubauen sind werden abgedeckt.

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Nun ist es so weit. Alle Vorarbeiten sind abgeschlossen. Um das Auto zum Lackieren zu bringen, wird ein Transportanhänger organisiert.
Unser „Abteilungslackierer“ und seine Kollegin leisteten ganze Arbeit. Nun kommt er einem Feuerwehrfahrzeug schon näher.

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Aber jetzt muss alles wieder zusammengebaut werden. Alle Scheiben müssen eingezogen werden. Schlösser, Scharniere und Dichtgummis werden eingebaut. Scheinwerfer, Rücklichter und Stoßstange kommen an ihren Platz. Dann ein letzter Check der Elektrik, bevor die Verkleidungen montiert werden.
Nur noch grob reinigen und dann zum TÜV. Zumindest da ist es nun schon ein echtes Feuerwehrauto. Alles eingetragen und in Ordnung.

Die größte Hürde ist geschafft. Jetzt kann man sich den Feinarbeiten widmen. Die letzen Kleinigkeiten werden eingebaut. Die restlichen Spuren der Schleif- und Lackierarbeiten werden beseitigt. Die Regalsysteme kommen an ihren Platz und werden mit dem bereits vorhandenen Gerät bestückt. Nun wird geputzt und gewienert was das Zeug hält. Man will ja zur Fahrzeugweihe einen guten Eindruck machen. Der Wagen wird zugelassen und ist somit Bestandteil des Fuhrparks der Abteilung Langwied-Lochhausen.
 

Von nun an können wir den Wagen als MTW nutzen. Im Laufe des Mais werden dann die von der Berufsfeuerwehr zu entrichtenden Arbeiten vorgenommen. Das heißt, der Fahrzeugfunk wird eingebaut und die gelben Streifen, sowie die Fahrzeugbeschriftung werden angebracht.
Sobald dies erfolgt ist steht der Wagen als Einsatzfahrzeug bereit und kann mitalarmiert werden.

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die am Gelingen des Projekts MTW beteiligt waren. Es sind so viele, die in irgendeiner Form dazu beigetragen haben. Angefangen vom Beschluss über die vielen Spender und das Kommando, die es überhaupt ermöglicht haben den MTW zu beschaffen. Dann die Helfer, die viele Stunden investiert haben. Man darf auch die Angehörigen nicht vergessen die in dieser Zeit zurück gesteckt haben. Der Aufwand ging ja weit über den normalen Feuerwehrdienst hinaus. Und nicht alle Helfer sind Aktive. Es haben uns auch einige mit Materialspenden oder Hilfsmitteln unterstützt. Z.B. Transportanhänger, Werkzeug, etc.. Kurz um, es ist toll wie viel Hilfsbereitschaft es allen Unkenrufen zum Trotz doch noch gibt.

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